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Suchbegriff: Wirtschaft und Industrie

Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass die strengen EU-Verfahren für Massenentlassungen weiterhin verbindlich sind und die Unternehmen verpflichtet sind, die Arbeitsagenturen zu benachrichtigen und die Betriebsräte im Voraus anzuhören. In der Entscheidung wird klargestellt, dass Entlassungen ohne ordnungsgemäße Benachrichtigung unwirksam sind und die Arbeitgeber den Prozess mit individuellen Kündigungsfristen neu beginnen müssen. Das Urteil betrifft Unternehmen unterschiedlicher Größe und bestätigt den Schutzzweck des EU-Arbeitsrechts.
Vontobels ehemaliges Flaggschiff, das institutionelle Geschäft, kämpft weiterhin mit Abflüssen in Höhe von CHF 200 Millionen im dritten Quartal 2025 und enttäuschte damit die Analysten, während das Segment der vermögenden Privatkunden ein positives Wachstum von CHF 1,4 Milliarden verzeichnete, was auf eine gemischte Performance der Schweizer Privatbank hinweist.
Clariant, der Schweizer Spezialchemiekonzern, hat im dritten Quartal 2025 trotz schwieriger Marktbedingungen und Umsatzeinbussen seine Profitabilität mit einer deutlichen Steigerung der EBITDA-Marge verbessert. Die Division Adsorbents & Additives verzeichnete mit 2% den geringsten Volumenrückgang. CEO Conrad Keijzer rechnet mit einem stärkeren Schlussquartal, prognostiziert aber, dass sich die chemische Industrie bis 2026 nicht von ihrer Schwäche erholen wird. Der Aktienkurs des Unternehmens wird derzeit durch anhängige Schadenersatzklagen belastet.
Der SIG-Konzern durchläuft eine umfassende strategische Neuausrichtung mit Schwerpunkt auf aseptischen Verpackungen, Kostensenkung und disziplinierter Kapitalallokation. Der Verpackungshersteller steht vor zahlreichen Herausforderungen und hat die Dividende ausgesetzt, während er gleichzeitig Schulden zurückzahlen muss. Die Anleger bleiben vorsichtig, da die Aktien des Unternehmens nach der Ankündigung der neuen Strategie weiter sinken und umfassende Verbesserungen erst nach 2026 erwartet werden.
Die Europäische Zentralbank hat die Zinssätze wie erwartet unverändert gelassen und dies mit soliden Wirtschaftsdaten und dem Ausbleiben negativer Schocks begründet. Der Artikel wirbt für den Abonnementdienst „Monetary Policy Radar“ der Financial Times, der detaillierte Analysen zu Entscheidungen der Zentralbanken und wirtschaftlichen Ereignissen bietet. Der Beitrag hebt die Qualifikationen des Redaktionsteams hervor, zu dem erfahrene Ökonomen und ehemalige Mitarbeiter der Bank of England gehören, die fachkundige Einblicke in die möglichen Auswirkungen von geldpolitischen Änderungen auf Investitionen bieten.
Pascal Grieder, ehemaliger Salt-CEO, übernimmt am 1. November die Leitung der Schweizerischen Post. Er steht vor der Herausforderung, den Service public aufrechtzuerhalten, die Kosten zu senken, die politischen Erwartungen zu erfüllen und gleichzeitig die digitale Transformation der Postdienste ohne den von den Gewerkschaften geforderten Stellenabbau zu leiten.
Nestlé, Starbucks und andere Kaffeeunternehmen sehen sich in Deutschland mit Klagen wegen angeblicher Verstöße gegen das Lieferkettengesetz konfrontiert. Menschenrechtsorganisationen berichten von schwerwiegenden Arbeitsverstößen wie Kinderarbeit, Zwangsarbeit und schlechten Arbeitsbedingungen auf Kaffeefarmen in Uganda, Brasilien und China. Die Unternehmen haben die Vorwürfe bestritten, während die deutsche Regierung plant, das nationale Gesetz durch eine schwächere EU-Verordnung zu ersetzen.
Lufthansa verzeichnete im dritten Quartal 2025 trotz eines Rekordumsatzes einen leichten Gewinnrückgang. Das bereinigte operative Ergebnis lag mit 1,3 Milliarden Euro unter dem des Vorjahres. Die Fluggesellschaft führt erhebliche Kostensenkungsmaßnahmen durch, darunter den Abbau von 4.000 Stellen und eine Reduzierung der Verwaltung um 20 % bis 2030. Zu den Herausforderungen gehören ein Tarifkonflikt mit den Piloten über die Renten, hohe Standortkosten in Deutschland, die seit 2019 zu einer Halbierung der Inlandsflüge geführt haben, und die Konkurrenz durch Billigflugtöchter wie Eurowings, Discover und City Airlines. CEO Carsten Spohr spricht von einem "Wendepunkt" und warnt gleichzeitig, dass Deutschland aufgrund der hohen Betriebskosten weniger vom Erfolg der Lufthansa profitiert.
Der mit Sanktionen belegte russische Ölkonzern Lukoil verkauft aufgrund des Drucks der US-Sanktionen seine ausländischen Tochtergesellschaften, darunter Tankstellen in 20 Ländern und drei EU-Raffinerien, für schätzungsweise 3 Mrd. USD an den Schweizer Ölhändler Gunvor. An dem Geschäft sind Unternehmen mit russischen Verbindungen beteiligt, da Gunvor von einem Putin-Vertrauten mitbegründet wurde, der seine Anteile zuvor aufgrund der Sanktionen verkauft hatte.
Die globalen Aktienmärkte zeigten eine gemischte Performance, wobei die US-Tech-Aktien nach starken Gewinnen von Amazon und Apple die Gewinne anführten, während die Schweizer Märkte ihren Rückgang fortsetzten. Der SMI-Index blieb in dieser Woche im negativen Bereich, während der NASDAQ und der S&P 500 moderate Gewinne verzeichneten. Die Ölpreise stiegen im Vorfeld des OPEC+-Treffens, und verschiedene Berichte über Unternehmensgewinne trieben die Bewegungen der einzelnen Aktien an den Märkten an.

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